{"id":241,"date":"2014-10-31T17:48:18","date_gmt":"2014-10-31T15:48:18","guid":{"rendered":"http:\/\/ullitriemer.de\/?page_id=241"},"modified":"2014-10-31T18:31:46","modified_gmt":"2014-10-31T16:31:46","slug":"brochis-splendens","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ullitriemer.de\/?page_id=241","title":{"rendered":"Brochis splendens"},"content":{"rendered":"<p>Brochis splendens ist die wissenschaftlich am l\u00e4ngsten bekannte Art und wurde <strong>1855<\/strong> von CASTELNAU als Callichthys splendens beschrieben. Auch COPE (1872) beschrieb die bereits von CASTELNAU beschriebene Art gleich mehrfach als Brochis dipterus und Brochis coeruleus und sogar als Corydoras semiscutatus, bis er die Gattung Brochis als Taxon ins Leben rief.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/ullitriemer.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/B.splendens-Bild-11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-250 size-full\" src=\"http:\/\/ullitriemer.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/B.splendens-Bild-11.jpg\" alt=\"B.splendens Bild 1\" width=\"550\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/ullitriemer.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/B.splendens-Bild-11.jpg 550w, https:\/\/ullitriemer.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/B.splendens-Bild-11-300x174.jpg 300w, https:\/\/ullitriemer.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/B.splendens-Bild-11-500x290.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Vorkommen<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/ullitriemer.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Vorkommen-B.splendens.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-246 size-full\" src=\"http:\/\/ullitriemer.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Vorkommen-B.splendens.jpg\" alt=\"Vorkommen B.splendens\" width=\"550\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/ullitriemer.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Vorkommen-B.splendens.jpg 550w, https:\/\/ullitriemer.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Vorkommen-B.splendens-300x225.jpg 300w, https:\/\/ullitriemer.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Vorkommen-B.splendens-399x300.jpg 399w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/a><br \/>\n<strong>Gr\u00f6sse<\/strong><br \/>\nbis 8 cm<\/p>\n<p><strong>Allgemeiner Hinweis zur Haltung<br \/>\n<\/strong>Nur allzuoft sind auch erfahrene Aquarianer der Meinung, das die Gattung Brochis nur als gute Beifische im Gesellschaftsaquarium geeignet sind und bed\u00fcrfen keiner besonderen Aufmerksamkeit. Wer sich jedoch intensiver mit ihnen befasst, wird sehr schnell merken, dass man sich vor solchen pauschalen Urteilen bei der erfolgreichen Pflege von Brochis \u2013 Arten h\u00fcten sollte, will man es nicht riskieren, seine Tiere durch allzugro\u00dfe Bedenkenlosigkeit zu verlieren. Gerade die Wildf\u00e4nge brauchen sehr viel Zeit der Eingew\u00f6hnung. Sie sind sehr oft in so einem schlechten Zustand, dass der Pfleger froh sein kann, wenn die Strapazen des langen Importweges einigerma\u00dfen unbeschadet \u00fcberstanden werden. Grunds\u00e4tzlich ist es jedem Aquarianer selbst \u00fcberlassen, wie er sein Aquarium zur Pflege von Brochis \u2013 Arten einrichtet. Es gibt aber einige Faktoren, die Sie beachten sollten bei der Pflege.<\/p>\n<p><strong>Beckengr\u00f6sse<\/strong><br \/>\nEntscheidend bei der erfolgreichen von Brochis \u2013 Arten ist die Grundfl\u00e4che des Aquariums. Die gew\u00fcnschte Anzahl von Tieren und deren zu erwartende Endgr\u00f6\u00dfe bestimmen letztendlich auch die Gr\u00f6\u00dfe des Aquariums. Die H\u00f6he des Beckens spielt dabei eine untergeordnete Rolle und kann durchaus nur <strong>40 cm<\/strong> betragen. Die Mindestkantenl\u00e4nge sollte <strong>100 cm<\/strong> sein.<\/p>\n<p><strong>Beleuchtung<\/strong><br \/>\nAuch die Beleuchtung des Beckens sollte sich nach den Bed\u00fcrfnissen dieser Panzerwelse richten. Eine ged\u00e4mpfte Beleuchtung ist vorzuziehen, da die Panzerwelse dann ihre Schau verlieren. Wenn die Wasseroberfl\u00e4che bewachsen ist (Schwimmpflanzen, gro\u00dfe Rosettenpflanzen) dann halten sich die Welse gern unter den \u00fcberwachsenen Stellen auf.<\/p>\n<p><strong>Wasserwerte<\/strong><br \/>\nAuch die Art Brochis ist hinsichtlich der Wasserwerte \u00e4u\u00dferst anpassungsf\u00e4hig und gedeihen zumeist gut im normalen Leitungswasser. Die Werte sollten sich in folgenden Grenzen halten: <strong>pH-Wert um 7<\/strong> und die dGH um die<strong> 20\u00b0<\/strong>. Ein regelm\u00e4\u00dfiger Wasserwechsel alle <strong>14 Tage<\/strong> von bis zu <strong>30%<\/strong> sollte eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit bei der Haltung von Brochis sein. Die Temperaturanspr\u00fcche dieser Arten liegen zwischen <strong>24\u00b0C<\/strong> und k\u00f6nnen bis zu 30\u00b0C betragen. Wobei eine Pflege bei bzw. \u00fcber <strong>30\u00b0C<\/strong> eher die Ausnahme sein sollte.<\/p>\n<p><strong>Einrichtung<\/strong><br \/>\nDa alle Brochis-Arten gern gr\u00fcndeln kommt es den Tieren sehr entgegen, wenn man ihnen als Bodengrund gut ausgewaschenen, feinen Sand anbietet. Steine als Einrichtungsgegenst\u00e4nde (<strong>au\u00dfer Sandstein<\/strong>) sollten keine scharfen Kanten aufweisen, an denen sich die Panzerwelse ihre Barteln verletzen k\u00f6nnten. Die Kanten sollten vorher mit einer Feile so lang bearbeitet werden, dass eine Verletzung von K\u00f6rperteilen nicht mehr gegeben ist. Wurzeln (<strong>nicht aus der Natur entnommen<\/strong>) bieten den Welsen ebenfalls ein ideale Versteckm\u00f6glichkeit, wenn sie dementsprechend gestaltet werden und wenn mann sie vorher gut gew\u00e4ssert hat. An die Bepflanzung stellen die Welse keine Anspr\u00fcche bzw. sind nicht auf bestimmte Pflanzen angewiesen. Es sollten keine <strong>feinfiedrige Pflanzen<\/strong> sein, da sich doch durch das starke Gr\u00fcndeln mehr oder weniger stark Schwebstoffe im freien Wasser bewegen, die sich dann in bzw. auf den Pflanzen absetzen k\u00f6nnten. Nach M\u00f6glichkeit sollte die Wasseroberfl\u00e4che durch Schwimmpflanzen abgedeckt werden.Viele Rosettenpflanzen eignen sich hervorragend zur Gestaltung dieser Aquarien.<\/p>\n<p><strong>Futter<\/strong><br \/>\nAlle Brochis-Arten haben einen hohen Futterbedarf und setzen diese Futtermengen auch dementsprechend um. Das hat zur Folge, dass das Aquarium in dem diese Arten gehalten werden \u00fcber eine dementsprechende Filterung verf\u00fcgen sollte. Ein leistungsstarker Au\u00dfenfilter (dem Beckenvolumen angepasst und wenn m\u00f6glich \u00fcber Schaumstoff gefiltert) in Kombination mit einem dementsprechenden Innefilter ist die ideale L\u00f6sung zur Filterung solcher Aquarien. Hinzu kommt noch, dass bei starker F\u00fctterung (<strong>2 mal t\u00e4glich<\/strong>) ein Wasserwechsel w\u00f6chentlich bis zu <strong>30%<\/strong> erfolgen sollte. Gefressen wird fast jedes angebotene Futter Trockenfutter, Frostfutter und Lebendfutter. Einschr\u00e4nkungen gibt es bei Frostfutter wenn wei\u00dfe M\u00fcckenlarven angeboten werden, denn diese schwimmen nach dem Auftauen meist an der Wasseroberfl\u00e4che und sind demzufolge schwer f\u00fcr die Panzerwelse zu erreichen. Sollte das Lebendfutter Tubifex angeboten werden, dann ist darauf zu achten, dass das Futter vorher ausreichend (<strong>mindestens 2 Tage<\/strong>) unter flie\u00dfenden Wasser \u201egestanden\u201c hat. Eine besondere Aufmerksamkeit bed\u00fcrfen Wildf\u00e4nge von Brochis. Da diese Tiere meist stark durch den langen Transport und die H\u00e4lterung in den unterschiedlichsten Aquarien der H\u00e4ndler geschw\u00e4cht sind, nehmen sie meist sehr schlecht Futter an, wenn sie sich in ihrem \u201eendg\u00fcltigem\u201c Aquarium befinden.Eine Quarant\u00e4ne ist vor dem Einsetzen in das endg\u00fcltige H\u00e4lterungsbecken unumg\u00e4nglich. Siehe bitte auch das Kapitel Krankheiten.<\/p>\n<p><strong>Vergesellschaftung<\/strong><br \/>\nHier gilt die Regel, dass im Prinzip jede Zierfischart in Frage kommt, die keinen Lebensraum in Anspruch nimmt der am Boden liegt. Problemlos lassen sich Brochis \u2013 Arten mit Salmlern, Skalaren, lebendgeb\u00e4renden Zahnkarpfen vergesellschaften und pflegen. Wichtig ist, dass die einzelnen \u201eFutteranspr\u00fcche\u201c ber\u00fccksichtigt werden und das man bedenkt, dass das Futter in gen\u00fcgendem Ma\u00dfe noch den Boden erreicht, damit es die Panzerwelse aufnehmen k\u00f6nnen. Dringend abzuraten ist eine Vergesellschaftung mit <strong>revierbildenden Buntbarschen<\/strong> jeder Art, <strong>Schmerlen<\/strong> und <strong>Fl\u00f6sselaalen<\/strong>. Durch das st\u00e4ndige \u201eVertreiben\u201c der Panzerwelse aus dem Revier der genannten Zierfischarten geraten die Panzerwelse unter Stress, es k\u00f6nnen Krankheiten auftreten und die Tiere f\u00fchlen sich in ihrem Lebensraum eingeschr\u00e4nkt und gest\u00f6rt.<\/p>\n<p><strong>Krankheiten<\/strong><br \/>\nIm allgemeinen gelten die Panzerwelse als robuste Pfleglinge, die, h\u00e4lt man sie gem\u00e4\u00df ihren Anspr\u00fcchen, mit 5 bis 10 Jahren eine recht hohe Lebenserwartung im Aquarium heben. Zur Vermeidung bzw. der Vorbeugung von Krankheiten sollte Sie einige Regeln bei der Haltung von Brochis \u2013 Arten beachten:<br \/>\nWichtig ist die Wahl des richtigen Bodengrundes. <strong>Scharfkantiger Kies<\/strong> verletzt die Barteln, welche nur selten vollst\u00e4ndig nachwachsen. Auch verpilzen die M\u00e4uler schnell an den verletzten Stellen. Eine Vergesellschaftung mit Buntbarschen die Reviere bilden und diese doch sehr massiv verteidigen, wird zus\u00e4tzlicher Stress auf die Panzerwelse ausge\u00fcbt, der zu Fressunlust, gest\u00f6rtem Verhalten und zum Ausbruch von Krankheiten f\u00fchren kann. Achten Sie auch auf eine abwechslungsreiche F\u00fctterung. Reichern Sie das gebotene Frostfutter mit Vitaminpr\u00e4paraten aus dem Fachhandel an, denn das Frostfutter besitzt einen nur sehr geringen Vitamin \u2013 und N\u00e4hrstoffgehalt. F\u00fcttern Sie nicht nur rote M\u00fcckenlarven, weder in gefrosteter noch in lebender Form, denn rote M\u00fcckenlarven k\u00f6nnen Verstopfungen bei Zierfischen ausl\u00f6sen bzw. verursachen. Vermeiden Sie ebenfalls auch eine \u00fcberm\u00e4\u00dfige F\u00fctterung von Tubifex, diese stammen meist aus hochbelasteten Gew\u00e4ssern, die teilweise stark mit Schwermetallen angereichert sind. Nur eine l\u00e4ngere W\u00e4sserung dieser W\u00fcrmer unter st\u00e4ndig tropfenden klaren Wasser, bewirkt eine teilweises \u201eAusschwemmen\u201c der Schadstoffe. Werden viele <strong>Enchytr\u00e4en<\/strong> verf\u00fcttert, bewirkt dies eine Verfettung der Leber und weiterer innerer Organe der Brochis, denn Enchytr\u00e4en besitzen einen hohen Fettanteil. Achten Sie auch auf einen regelm\u00e4\u00dfigen Wasserwechsel bei der Haltung Ihrer Brochis.<br \/>\nDieser sollte mindestens alle <strong>14 Tage zu 30 %<\/strong> erfolgen.<br \/>\nDurch den hohen Futterverbrauch dieser Tiere, steigt die Wasserbelastung enorm an und es f\u00e4llt eine nicht zu untersch\u00e4tzende Menge an Stoffwechselprodukten an, die abgebaut bzw. ausgeschieden werden.<\/p>\n<p>Quellen: H. G. Evers, Panzerwelse Aspidoras &#8211; Brochis &#8211; Corydoras, ULMER Verlag, 1994<br \/>\nH. Hieronimus, Welse, ULMER Verlag,1989<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Brochis splendens ist die wissenschaftlich am l\u00e4ngsten bekannte Art und wurde 1855 von CASTELNAU als Callichthys splendens beschrieben. 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